Leadership

Werte & Führung: Warum "Values-based Leadership" mehr als ein Buzzword ist.

Werte & Führung: Warum "Values-based Leadership" mehr als ein Buzzword ist.

Warum "Values-based Leadership" mehr als ein Buzzword ist

Stell dir zwei Führungskräfte vor.

  • Manager A sagt: "Erreicht das Umsatzziel, egal wie."
  • Manager B sagt: "Wir wollen wachsen, aber nicht auf Kosten unserer Integrität oder Gesundheit."

Bei wem würdest du lieber arbeiten? Bei wem würdest du in einer Krise bleiben?

Lange Zeit galten Werte im Business als "Gedöns" – nett für die Weihnachtskarte, aber irrelevant für die Bilanz. Das hat sich radikal geändert. In einer komplexen, volatilen Welt (VUKA) funktionieren starre Regelwerke nicht mehr. Mitarbeiter müssen vor Ort autonom entscheiden können. Was gibt ihnen dabei Orientierung? Werte.

Werte als Entscheidungshilfe

"Values-based Leadership" bedeutet nicht, dass wir uns alle lieb haben. Es bedeutet, dass Prinzipien die Basis für Entscheidungen sind.

  • Wenn der Wert Transparenz lautet, dann teilt die Führungskraft auch schlechte Nachrichten offen – und erntet dafür Vertrauen.
  • Wenn der Wert Innovation lautet, dann darf niemand für einen Fehler bestraft werden, aus dem man lernen kann.

Keine Bullshit-Bingo-Werte

Die Gefahr: Wenn Werte nur auf Postern an der Wand stehen, aber im Alltag ignoriert werden (z.B. der toxische Top-Performer wird befördert, obwohl "Respekt" ein Unternehmenswert ist), entsteht Zynismus. Nichts zerstört Kultur schneller als Heuchelei.

Wertebasierte Führung ist anstrengend. Sie erfordert, dass man "Nein" zu kurzfristigen Gewinnen sagt, wenn sie den Werten widersprechen. Aber genau dieses Rückgrat schafft eine loyale, leistungsfähige Mannschaft, die nicht nur für den Gehaltsscheck arbeitet, sondern für die gemeinsame Sache.

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