Young Citizen Scientists

Young Citizen Scientists

Ein multimedialer Forschungsprozess zur SED-Diktatur. Aus der Sicht von Jugendlichen die Geschichte der Älteren für die Zukunft erzählen. 

Gemeinsam mit 60 Young Citizen Scientists als Werteforscher:innen erarbeiten wir in einem generationsübergreifendem Prozess eine neue Erinnerungskultur und Reflexion für die Zukunft. Politische Bildung, praktische Ausbildung und Persönlichkeitsentwicklung gehen dabei stets Hand in Hand und erzeugen Synergien. 

Die Teilnehmer:innen erlernen während des Projekts u.a. journalistische Kompetenzen, die sie darauf anwenden, ihre eigene Großeltern-Generation zum Thema SED-Diktatur zu interviewen. Die elterliche Generation wird absichtlich außenvorgelassen, um deren moralischen Input zu überspringen. Bei den Gesprächen sollen Werte und Geschichten aufgedeckt werden, die die Jugendlichen schließlich für eine eigene multimediale Ausstellung kuratieren und in Berlin und Chemnitz präsentieren.

Ziel des mehrschrittigen Prozesses ist eine fundamental neue Anregung – für Jugendliche, Ältere und das Publikum – sich mit der SED-Diktatur und ihren bis heute andauernden Folgen auseinanderzusetzen. 

Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Bundesprogramms Jugend erinnert umgesetzt und hat eine Laufzeit von 18 Monaten. 

CALL OUT

Für das Projekt werden insgesamt 60 „Young Citizen Scientists“ – 30 aus Chemnitz und 30 aus einer bundesweiten Ausschreibung – über die politischen Erfahrungen und die Alltagsgeschichte der SED-Diktatur sowie in Methoden der „Oral History“ ausgebildet.

Als junge Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler werden die Jugendlichen dann von Zeitzeuginnen oder Zeitzeugen aus ihrem nächsten Umfeld authentische Gegenstände aus deren Alltag in der SED-Diktatur als Leihgaben erbitten. Gleichzeitig werden sie diesen dialogbasierten Übergabeprozess schriftlich und multimedial dokumentieren. Die Leihgaben und ihre vom SED-Unrecht beeinflussten Geschichten und Erinnerungen werden die Jugendlichen zu zwei Ausstellungen co-kuratieren, eine in Chemnitz und eine in Berlin.

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