#22 Kirsten Harms

#22 Kirsten  Harms

Ich bin Kirsten Harms und lebe am Meer. Das Rauschen der Wellen, der Wind und der weite Horizont sind mein Lebenselixier. Als Tourismusberaterin begleite ich Gastgeber:innen und Regionen dabei, authentische, nachhaltige Urlaubserlebnisse zu gestalten. Als ausgebildeter systemischer Coach und durch meine Fortbildung in der Positiven Psychologie beschäftige ich mich mit der Frage, was Menschen stärkt, verbindet und wirklich erfüllt – im Leben wie im Reisen. Mein Antrieb: Orte und Begegnungen zu schaffen, die guttun und in Erinnerung bleiben!

Universalität ist ein Wert, der mich im Leben leitet.

Universalität bedeutet für mich, das Ganze zu sehen – den Menschen, die Natur, das Leben als miteinander verwobenes Netz. Dieser Wert erinnert mich daran, in Verbindung zu bleiben: mit mir selbst, mit anderen und mit der Welt, die uns trägt. Einklang mit der Natur ist für mich keine romantische Idee, sondern eine Haltung – achtsam, respektvoll, dankbar. Schönheit zeigt sich im Kleinen: im Blick aufs weite Meer, in einem offenen Gespräch, beim Geruch von Rosmarin. Universalität heißt auch, Unterschiede zu würdigen, zuzuhören, bevor man urteilt, und daran zu glauben, dass Sinn und Gerechtigkeit wachsen können, wo wir uns gegenseitig sehen. Sie ist für mich ein Kompass – leise, aber klar – für ein Leben im Gleichgewicht und im Vertrauen darauf, dass alles verbunden ist.

Macht ist ein Wert, der mich immer wieder herausfordert.

Macht ist für mich ein ambivalenter Wert. Sie bedeutet Wirksamkeit, Gestaltungskraft, Einfluss – die Möglichkeit, Dinge zu bewegen und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig verlangt sie Achtsamkeit, denn jede Form von Macht birgt die Gefahr, zu viel Raum einzunehmen. Es gilt, die Balance zu halten zwischen klarer Führung und Demut, zwischen Überzeugungskraft und Zuhören. Echte Stärke zeigt sich für mich nicht darin, sich durchzusetzen, sondern andere zu befähigen, selbst wirksam zu werden. Macht bewusst einzusetzen – mit Respekt, Transparenz und innerer Klarheit – ist vielleicht eine der größten Herausforderungen. Wenn sie auf Vertrauen und Haltung gründet, kann sie zu etwas zutiefst Positivem werden: einer Kraft, die verbindet, statt trennt.

Miteinander ist ein Wert, den unsere Gesellschaft mehr leben sollte.

Miteinander – ein Wert, der sich einfach anhört, aber anspruchsvoll ist. In einer Welt, die oft laut, schnell und auf sich selbst bezogen ist, braucht es bewusste Momente des Innehaltens, um wirklich füreinander da zu sein. Menschlichkeit bedeutet für mich, den anderen zu sehen – mit seinen Stärken, Zweifeln und Eigenheiten – und ihm mit Respekt und Offenheit zu begegnen; neugierig auf andere Menschen und Lebenswelten zu sein. Miteinander heißt, Raum zu geben statt zu nehmen, zuzuhören statt zu urteilen, zu teilen statt zu trennen. Es geht nicht um Gleichmacherei, sondern um Zugehörigkeit – darum, dass jede und jeder zählt. Wenn wir lernen, im Kleinen füreinander Verantwortung zu übernehmen, wächst daraus etwas Großes: eine Gesellschaft, die Wärme, Vertrauen und Zusammenhalt ausstrahlt.

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